Körperliche Unversehrtheit

Jedes Kind ist gleich zu schützen

Medizinisch nicht notwendige Eingriffe am Genital verletzen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und greifen die Würde des Kindes als Person und Individuum an.

Diese Genitalverstümmelungen werden oft als „Beschneidung“ verharmlost. Egal, ob es sich um Mädchen*, Jungen* oder intergeschlechtliche Kinder handelt: Kinder sind Kinder. Und jedes Kind ist voll und gleich zu schützen.

Egal, ob die Verstümmelung zu Hause oder im Krankenhaus erfolgt. Egal, aus welchen Gründen sie erfolgt. Diese Eingriffe werden an Kindern ausgeführt – dies bedeutet, der Eingriff erfolgt ohne eine mündige und informierte Zustimmung. Die Kinder sind es jedoch, die den Eingriff ertragen und ihr Leben lang mit den Folgen leben müssen.

Genitalverstümmelungen widersprechen der UN- Kinderrechtskonvention

Art. 2 (Schutz vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts), Art. 3 (Vorrang des Kindeswohls) und Art. 24 Abs. 3 (Abschaffung schädlicher Bräuche)

Je nach kulturellen und/oder religiösen Prägungen Erwachsener wird der Schutz von Kindern sehr unterschiedlich ausgelegt. Häufig sind den Erwachsenen die Konsequenzen einer Genitalverstümmelung unbekannt oder werden verharmlost. Oft empfehlen sogar Mediziner*innen trotz anders lautender Vorgaben der ärztlichen Verbände diese unnötigen Eingriffe. Selbst gesetzliche Verbote führen leider nicht dazu, dass alle Kinder tatsächlich geschützt sind.

Aber vielerorts hat längst ein Dialog begonnen. Denn eines ist gewiss: Alle Eltern lieben ihre Kinder. Darum müssen wir lernen, angstfrei und ohne Vorurteile über Kinderrechte zu sprechen. Mit sachlicher und fachlich fundierter Information. Die Verharmlosung der möglichen Folgen von Genitalverstümmelungen muss aufhören!

Genitalverstümmelung betrifft uns alle. Denn das Recht, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, ist ein Menschenrecht.

Unsere Forderungen

Wir sind alle gefragt
  • ein Gesetz zum umfassenden Schutz aller Kinder vor Genitalverstümmelungen – unabhängig von Genital und Geschlecht (genitale Selbstbestimmung)
  • Beratungsangebote für Betroffene, Gefährdete und Eltern
  • Forschungsgelder für die Untersuchung der Folgen von Genitalverstümmelungen
  • Schulung von Fachkräften (Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen, Lehrer*innen, Hebammen u.a.)
  • Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit innerhalb betroffener Communities
  • drohende Genitalverstümmelung muss Asylgrund sein und soll Gefährdeten unbefristetes Aufenthaltsrecht ermöglichen

Unsere Petition

Hilf mit, damit  jedes Kind unversehrt aufwachsen kann

Weite Teile der Öffentlichkeit verweigern sich bisher einer alle Kinder umfassenden Diskussion des Themas Genitalverstümmelung. Dies ermöglicht rassistischen, antisemitischen und islamfeindlichen Organisationen sowie Haltungen, das Thema für ihr Ziel der gesellschaftlichen Spaltung und Ausgrenzung zu missbrauchen.

Dieses Thema gehört in die demokratische Mitte unserer vielfältigen Gesellschaft. Es betrifft viel mehr Menschen, als Du vielleicht denkst – und das ganz konkret.

Deshalb werden wir eine Petition ins Leben rufen, um den Gesetzgeber zum Handeln zu zwingen. Trage hier Deine E-Mail-Adresse ein, damit wir Dich informieren können, sobald die Petition online ist!